Wer darf Hausverwaltung machen?

Grundsätzlich darf jeder Hausverwaltung machen, eine entsprechende Ausbildung ist bisher nicht zwingend erforderlich. Seit dem 01.08.2018 gibt es jedoch eine sogenannte Berufszulassungsregelung in Form einer Gewerbeerlaubnis nach § 34 c GewO für Wohnimmobilienverwalter. Die Tätigkeit als Wohnimmobilienverwalter wird damit zumindest erlaubnispflichtig. Um diese Erlaubnis zu erlangen, werden besondere Voraussetzungen für die Verwaltertätigkeit geprüft. Damit verbunden ist auch die Verpflichtung zur regelmäßigen Weiterbildung für gewerbliche Immobilienverwalter.

Nach der neuen WEG-Novelle, die zum 01.12.2020 in Kraft tritt, sollen zertifizierte Verwalter (nach § 26 a WEG) eingeführt werden. Als zertifizierter Verwalter darf sich bezeichnen, wer vor einer Industrie- und Handelskammer durch eine Prüfung nachgewiesen hat, dass er über die für die Tätigkeit als Verwalter notwendigen rechtlichen, kaufmännischen und technischen Kenntnisse verfügt. Personen, die aufgrund anderweitiger Qualifikationen von der Prüfung befreit sind, insbesondere weil sie die Befähigung zum Richteramt, einen Hochschulabschluss mit Immobilien-wirtschaftlichem Schwerpunkt, eine abgeschlossene Berufsausbildung zum Immobilienkaufmann oder zur Immobilienkauffrau oder einen vergleichbaren Berufsabschluss besitzen, dürfen sich unter Umständen – durch eine eventuelle Festlegung der Rechtsordnung – auch als zertifizierte Verwalter bezeichnen.

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